Tanztheater Tangram: Produktion 2012
»Toten Mythen Lebens Tanz«
Eine tanztheatralische Spurensuche
Das Stück
Die Mythen dieser Welt erzählen vom Werden und Vergehen, von Schöpfung, Lebensaltern und Totentanz. Phantastische Vorstellungen, kunstvolle Bilder und allegorische Figuren begegnen uns in diesen Geschichten und werden zum Mittelpunkt der tanztheatralischen Spurensuche.
So vielschichtig die Schöpfungsmythen dieser Welt sind, immer liegen Beobachtungen der Natur zu Grunde: Befruchtet vom Wind legt die Nacht das Ei, eine Spinne erschafft den Menschen aus Speichel und Sand, die Weltenesche versinnbildlicht die kosmische Ordnung. Archaische Totentanzbilder des Mittelalters sind bewegende Sinnbilder für die Begegnung mit Endlichkeit und Sterben.
In der tieferen Auseinandersetzung mit den mythologischen Texten und Bildern erkannten wir fünf essentielle Themen, die in fünf getanzten Szenen Gestaltung bekommen.
Zeit – Tier – Baum – Totentanz - Neues ensteht
Der Sound
Besondere Bedeutung hat diesmal der speziell für diese Produktion entwickelte Soundtrack. Die MusikerInnen begaben sich - parallel zu den TänzerInnen - auf eine musikalische Entdeckungsreise und haben sich den archaischen Bildern mit Kreativität und Experimentierfreude angenähert. Entsprechend dem Thema kommen viele verschiedene, auch ungewöhnliche und alte Instrumente zum Einsatz und für die Aufnahmen wurden besondere Orte ausgesucht.
Manche Stücke entstanden in Wald und freier Natur, andere in einer Kirche, einige entstanden aus dem unmittelbaren Dialog mit den Tanzenden.
Musikinstrumente: Chalumeau, Harfe, Kantele, Schäferpfeife, Kalimba,
Tablas, Nay, Glockenspiel, Udu, Didgeridoo, Tao Leier, Dudelsack, Akkordeon,
Glasharfe, Synthesizer, Stimme.
Aufführungen: 13., 14. und 15. Juni 2012
20 Uhr
TTZ Tanz & Theaterzentrum
Viktor Franz Strasse 9 8051 Graz
Idee und Choreographie: Veronika Fritsch
Soundkonzept und Soundproduktion: Rafael Fritsch
Unter musikalischer Beteiligung von:
Anna Kügerl-Hrozny, Sarah Brandstätter, Susanne Bayer,
Andrea Glanzer, Felix Moser, Petr Spatina und Rafeel Fritsch
Lichttechnik: Tom Bergner
Tänzerinnen und Tänzer:
Ulli Fachbach, Sonja Gruber, Sarah Gschiel, Andrea Kobler, Helga Neuhüttler, Kai Podraski. Birgit Ritzinger, Christine Skergeth, Adrienne Somi, Stephan Soukup, Aimee Üschner, Manuela Wutte und Patrizia Zechner.
Karten:
Tickethotline: 0676 59 30 823
Online: www.ttz-graz.at
und an der Abendkassa
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In dunkeln Erdhöhlen stieß Mutter Sonne auf Lebewesen, die wie sie selbst seit urdenklichen Zeiten in tiefem Schlaf gelegen haben.
Huru Ing Wuti, die Spinnenfrau erschuf den Menschen aus Speichel und buntem Sand.
In einem Saal der Weltenesche wohnen die drei Nornen. Urd, die Vergangenheit, Werdandi, die Gegenwart und Skuld, die Zukunft.
Befruchtet vom Wind legte die Urnacht ihr silbernes Ei in den Riesenschoß der Finsternis.
Auf den Hügel, der aus dem Wasser hervortrat fiel eine Lotusblüte, aus der die Sonnegöttin hervorstieg.
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