Tanztheater Tangram - Projekt 2011:
Zauber der Verwandlung
Choreographische Experimente zwischen Sprache und Tanz
Literarische Verwandlungen bevölkern die abendländische Literatur von der Antike
bis zur Gegenwart. Verschmelzende, mutierende oder sich verwandelnde Körper werden thematisiert, die Verwandlungsliteratur spannt einen weiten Bogen von
Ovids „Metamorphosen“ bis zu Christoph Ransmayrs „Letzte Welt“. Kafkas nächtliche Verwandlung von Gregor Samsa in ein Insekt mag da
durchaus verstörend wirken; ebenso wie das Monster in Stevensons „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Andere Verwandlungen können im Gegensatz dazu auch amüsant sein– z.B. in Kurt Schwitters‘ „Geschichte vom Hasen“ oder in David Safiers Reinkarnationssatire „Mieses Karma“. Facettenreich spielt Gestaltwandel auch in vielen Märchen eine wichtige Rolle.
Erzählte Texte in getanzte Sprache zu verwandeln wird die kreative Herausforderung für die Tänzer und Tänzerinnen im diesjährigen Projekt des Tanztheaters Tangram sein.
Die Stilmittel, Texte mittels Montagen und Collagen zu verändern, Körperausdruck durch gesprochene Texte zu verstärken, Sprache akustisch zu verfremden oder Worte als Soundtrack zu verwenden wollen wir uns ebenfalls zunutze machen.
Wir freuen uns auch über frischen Wind, den neue experimentierfreudige TänzerInnen ins Ensemble bringen!
Probentermin: Montag, 18.30 bis 20.30 Uhr
(Plus Extraproben im Februar/März)
Beginn: Montag, 4. Oktober 2010
Leitung: Veronika Fritsch
Kursbeitrag: EUR 250,-
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