»Labyrinthia«
Tanztheater Tangram : Projekt 2010
»Die Deutung des Labyrinths ist endlos, sie wird gebildet aus unserer eigenen
Vorstellungskraft«
(Laureen Artess)
Das Labyrinth bezeichnet zunächst ein räumliches Gebilde, darüber hinaus hat
es jedoch etwas sehr Metaphorisches. Motiv und Symbol des Labyrinths faszinieren Menschen seit 5000 Jahren und tun dies bis heute.
Das Labyrinth bietet Orientierung und Desorientierung zugleich. Es steht als Raummodell für Einsamkeit, aussichtsloses Herumirren, Ein- und Ausschließung und Begegnung mit dem Verbotenen.
Als romantischer Irrgarten bietet es einen
„Ort lustvoll erlebten Selbstverlustes“
(Zitat: R. Bittnachter aus: Labyrinth und Spiel).
Das Labyrinth ist auch ein Ort der Herrschaft und der Macht (Minotaurus). Im spirituellen Sinne steht das Labyrinth für den Weg zum innersten Kern des Seins, als Metapher für den Individuationsprozess.
Seine Vieldeutigkeit wird auch im antiken Mythos und in seinen Figuren deutlich:
Daedalus, der Baumeister, der zum Gefangenen des eigenen Werkes wird, Theseus, der Held und Befreier, Ariadne, deren Faden Theseus den Ausgang aus dem Labyrinth zeigt und die dann doch im Schlaf verlassen wird und Minotaurus, der nur durch ein Opfer gezähmt werden kann.
Aufführungen: 19., 20. und 21. Mai 2010, 20.00 Uhr
Im TaO! Theater am Ortweinplatz 1 in Graz
Konzept und Choreographie: Veronika Fritsch
Lichtgestaltung: Nina Ortner
Kartenreservierung: Tel: Tel: 0316 /84 60 94
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